Giorgio Agambens Archäologie und Messianismus

„Da denn nun gerade passiert es, daß, je tiefer man schürft, je weiter hinab in die Unterwelt des Vergangenen man dringt und tastet, die Anfangsgründe des Menschlichen, seiner Geschichte, seiner Gesittung, sich als gänzlich unerlotbar erweisen und vor unserem Senkblei, zu welcher abenteuerlichen wir seine Schnur auch abspulen, immer wieder und weiter ins Bodenlose zurückweichen.“ - Thomas Mann

Das Gute, Wahre, Schöne – 2500 Jahre danach

Fragt man nach dem Guten, Wahren, Schönen, stellt sich oft ein seltsames Gefühl der Beschämung ein. Denn die Trias ‚Gut, Wahr, Schön‘ umgibt die Atmosphäre der Perfektion. In Zeiten der Kontingenz und der political correctness ist es still geworden um das Gute, Wahre, Schöne – obwohl wir, historisch gesehen -  oft eine beinahe erotische Beziehung dieser idealen Dreifaltigkeit hatten.

Wirklichkeit als Beziehung. Das Konzept der relationalen Ontologie bei Peter Knauer

Das Wort „Gott“ verschwindet zunehmend aus den Gesprächen unseres Kulturkreises. In der letzten Ausgabe der Funzel rief Professor Georg Sans SJ zu einem expliziten Diskurs über Gott auf. Bei einem solchen Aufruf konnte ich mich – als Studiosus der Philosophie wie der Theologie – nicht lumpen lassen und so soll der hier vorgelegte Schattenwurf, der die Fundamentaltheologie Peter Knauers SJ mitsamt Gottesbegriff und daraus sich ergebender Ontologie unter die Lupe nimmt, als Antwort auf des Professors Aufruf verstanden werden. Ist Gott das weiße Mammut der Religionen? Wonach jagen wir in der Religion? Und wer sind wir Jäger*Innen eigentlich? Die Auseinandersetzung mit Knauers theologischen Konzepten lässt Jäger*Innen, Jagd und Mammut in einer unerwarteten Perspektive erscheinen und möchte einen Beitrag zum Lagerfeuer „Gespräche über Gott“ in der Funzel formulieren.